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Veritas Verlag
Bauherr: Landesverlag GmbH
Standort: Linz 1988 - 1999
Arbeiten im Park.
Bürogebäude Veritas Verlag.

Bestehender Baumbestand rund um ein Gebäude wirkt sich gut auf das Arbeitsklima aus. Wenn das Areal noch dazu eine parkähnliche Situation aufweist, muss man architektonisch zurückhaltend agieren, um das Optimum zwischen benötigter Nutzfläche und unverbrauchter Natur rauszuholen.

Als Firmenbestandteil des Landesverlages sollte der Veritas Verlag ein eigenständiges Gebäude erhalten das ihn klar nach außen identifizierbar macht. Die Druckerei des Landesverlages wurde ein paar Jahre zuvor auf das Gelände der Oberen Donaulände im Bereich der Stadtautobahnauffahrt Hafenstraße verlegt. Darum bot es sich darum an das Gebäude in unmittelbarer Nähe dazu zu errichten.

Städtebauliche Situation
Im parkähnlichen Areal wurde versucht, das Gebäude in den üppigen Baumbestand sehr zurückhaltend zu integrieren. Die Verkehrsfläche sollte so gering wie möglich gehalten werden, gleichzeitig sollten aber genug Stellflächen für PKWs geschaffen werden. Hinzu kam der erschwerende Umstand, dass aufgrund des schlechten Baugrunds im Nahbereich der Donau keine Tiefgaragenlösung angedacht werden konnte.

Architektur im Einklang mit der Umgebung
Auf Basis dieser Ausgangsbedingungen wurde ein schlichter kubischer Baukörper geschaffen, der mit der Frontseite samt Eingang zur Straße hin orientiert ist. Zwischen den beiden Stirnseiten mit weitgehend geschlossenen Scheiben befindet sich die zweihüftige Bürostruktur mit geschoßübergreifendem Atrium, das sich in der Mitte des Gebäudes erstreckt. Der gesamte Innenbereich wird durch die Oberlichten des Atriums angenehm ausgeleuchtet, und die vertikale Offenheit unterstützt die interne Kommunikation im gesamten Gebäude. Die Bürogeschoße sind längsseits nämlich raumhoch verglast. Horizontallamellen sorgen für optimalen Sonnenschutz. Da das Gebäude komplett aufgeständert ist, kann das Erdgeschoss als Stellfläche genutzt und die Parksituation sehr kompakt um das Gebäude angeordnet werden, ohne in den bestehenden Baumbestand einzugreifen. Die lichtgraue Putzfassade ordnet sich der Naturlandschaft unter.

Fotos: Dietmar Tollerian
Text: Norbert Tomasi